Wahlergebnis der Jahreshauptversammlung 2024

Bei der 15. Jahreshauptversammlung unseres Vereins am 5. Juni 2024 in der Kaiserblickstubn in Sachrang gab es auch die turnusmäßige Neuwahl unter der Leitung des 2. Bürgermeisters.

Eine Amts-Nachfolge und zwei Neuzugänge sind das Ergebnis. Wir danken herzlich dem ausgeschiedenen Kassier Bernd Ostenried, dessen Anregungen und Wissen uns sechs Jahre lang im Vorstand nachhaltig bereichert haben.

Und wir freuen uns auf Impuls gebendes Wirken der neuen Mitglieder im Leitungsteam. Ihre Erfahrungen und ihr Wissen bringen ein: Dr. Brigitte Baretzky aus Sachrang als neue Schatzmeisterin und Dr. Andrea Kohl aus Aschau mit der Neubesetzung des Schriftführer-Amts. Der Sachranger Andreas Gruhle verstärkt das bestehende Beiräte-Team.

Einstimmig wiedergewählt wurden 1. und 2. Vorstand, Lilo Trappmann und Wast Pertl, und die bewährten Beiräte Monika Pfaffinger, Georg Antretter und Horst Trappmann.

Die Gewählten freuen sich über das in sie gesetzte Vertrauen und danken allen Bürgern, die ihren Einsatz für ein lebenswertes Sachrang unterstützen.

 

Bericht

Sommergespräch über Sachrang – Fragen zu unseren Lebensräumen und ihren Nutzungen

Die Veranstaltung am 13.07.2023 hat motiviert und inspiriert. Unserer Einladung waren 35 Personen gefolgt, und so trafen sich in der voll besetzten Kaiserblickstubn zum zweistündigen Experten-Dialog mit Kreisbaumeister Rupert Seeholzer, amtierender Leiter der Bauverwaltung am LRA Rosenheimdie Bürgermeister Simon Frank und Monika Schmid, die Gemeinderäte Christine Parigger, Josef Hobelsberger und Sebastian Pertl, die Kulturreferentin Corinna Spieth-Hölzl sowie der Bauberater der Gemeinde Alois Juraschek. Dazu zahlreiche Vereinsvorstände und interessierte Bürger.

 

Der „virtuelle Dorfrundgang“ mit dem Gesprächsgast und den Moderatoren Georg Antretter und der Vereinsvorsitzenden brachte den Ist-Zustand im Dorf an ausgewählten Stationen und mögliche Perspektiven zur Sprache. Thema waren vor allem „Die Neukonzeption des Sachranger Hofs“ und das in Planung stehende „Großbau-Projekt Linner-Areal“. Aber auch allgemeine aktuelle Herausforderungen wurden thematisiert, wie z. B. „Notwendige städtebauliche Reaktionen auf den Klimawandel“, die Initiative „Baukultur-Region-Alpenvorland“ und „Nachverdichtung im Priental – Chance oder Gefahr?“

Das Instrument der „Bürgerbeteiligung“ zur Partizipation an Ortsbild - und Ortsentwicklung verändernden baulichen Maßnahmen fand große Beachtung.

Wir danken Rupert Seeholzer herzlich, dass er sich den aktuellen Sachranger Fragen gestellt und – wo möglich – Lösungsansätze angeregt hat.

„Den Kopf in den Sand stecken“ ist keine Option. Engagiert sein und miteinander sprechen, um die bestmöglichen und realisierbaren Lösungen für die Herausforderungen in unserem einmaligen Lebensraum zu finden, ist aus unserer Sicht unverzichtbar. Denn auch der Kreisbaumeister  vermittelte die Zuversicht, dass mögliche Hindernisse bei Bauprojekten schon in der frühen Phase gelöst werden können, wenn die Kontakte mit den Entscheidungsträgern intensiv gepflegt werden. (Lilo Trappmann)

Herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum im Bergsteigerdorf!

2021 - Das Naturschutzgebiet Geigelstein 

 

feiert sein 30-jähriges Bestehen

 

Wir feiern mit!

 

Chronik im Jubiläums-Magazin MUH – 40. Ausgabe

BR Journalist Georg Antretter schreibt einen umfassenden Bericht zur Geschichte der Unterschutzstellung

 

Jubiläumsbroschüre „30 Jahre Naturschutzgebiet Geigelstein“

Hrsg. von den Gemeinden des Bergsteiger-Dörfer-Duos Sachrang und Schleching - Vorstand und Vereinsmitglieder bringen sich mit Ideen und Beiträgen ein

 

Sommergespräch

Der Expertendialog im Freien soll in großartiger Naturkulisse am Fuße des Naturschutzgebiets Geigelstein stattfinden. Die Organisatoren planen einen „Generationendialog“ zum Thema „Kulturlandschaft – Quo vadis?“

 

GESCHÜTZT-GEPFLEGT-GEACHTET  lautet das Motto zum 30 jährigen Jubiläum des Naturschutzgebiets Geigelstein. Die Begriffe stehen für jahrzehntelange Emotionen und Aktivitäten der Akteure, denen das Gebiet rund um den Geigelstein so sehr am Herzen liegt. So wird der Blick erneut auf die Errungenschaft der Bürgerinitiative „Rettet den Geigelstein“ gelenkt, die durch die Ausweisung zum Schutzgebiet die Krönung ihres Engagements erfahren hat.

 

Die Pflege der Kulturlandschaft durch Almbauern, Senner, Forst, Institutionen und Ehrenamtliche geschieht mit viel Herzblut. Auch unser Verein trägt durch vielfältige Projekte dazu bei, die Wertschätzung des kulturellen Erbes im Bewusstsein der Bürger und Gäste zu verankern. Ihnen und allen Nutzern obliegt die Verpflichtung, das Geleistete zu achten und zu erhalten.

 

Ein Mittel dazu können die Grundsätze „Wissen weitergeben“ und „Sorge tragen für…“ sein, die Lebendiges Sachrang seit seiner Gründung durch aktives Mittun pflegt. In diesem Sinne haben wir gerne an der von den Gemeinden Aschau und Schleching herausgegebenen Jubiläumsbroschüre mitgewirkt. Folgender Textbeitrag thematisiert unser bürgerschaftliches Engagement für das Schutzgebiet:

Ein Berg, der verbindet – Ein Berg, der bewegt

Mit dem Blick auf den Geigelstein – Wie sich Bürger für das Kulturerbe engagieren

Den Berg ins Dorf holen und im Bewusstsein der Menschen verankern: Seit langem rücken Bürger aus Sachrang den Geigelstein als lebendiges Element der alpinen Landschaftskultur in die Mitte ihres Lebens. Seit dem Jahr 2009 wird die Errungenschaft des Naturschutzgebietes Geigelstein in der Gemeinde mit zahlreichen Initiativen als Meilenstein und herausragendes Umweltprojekt gewürdigt. Ob über Ausstellungen und  Naturerlebnis-Projekte für Kinder, mit Almmusik-Kultur und ausgesuchten Wanderungen oder auch durch die Mitgestaltung der Almabtriebsfeste, mit der Unterstützung der Sachranger Bergbauern bei der Almpflege sowie im Dialog mit Experten in der Serie „Kamingespräch“:

Für die Bürger von Sachrang ist „ihr“ Geigelstein mehr als „nur“ Kulisse. 

 

Die Begeisterung für das Naturschutzgebiet wird von immer größeren Teilen der Bevölkerung getragen. So unterstrich der Verein „Lebendiges Sachrang e.V.“ mit der Initiative des Kunst- und Kulturprojektes „Die Alm ins Tal holen - Bayerische Almkultur hier und jetzt“ im Jahre 2010 besonders eindrucksvoll die Bedeutung des Geigelstein für das Dorf. „Wissen weitergeben“ – heute ist bewiesen, dass durch Impulse aus dem Dorf ebenso wesentliche wie nachhaltige Beiträge zur Wertschätzung der Sachranger Almwirtschaft geleistet worden sind. 

Die Pflege des Brauchtums eines feierlichen Almabtriebs der Bergbauern wie auch die ökologische Bedeutung der Almen für das Leben im alpinen Raum wird heute von vielen Menschen aus einem neuen Blickwinkel wahrgenommen – und entsprechend geschätzt. 

Lebendiges Sachrang e.V.
Dorfstraße 28
83229 Aschau im Chiemgau

info@lebendiges-sachrang.de
Tel.: 08057-1062