Umweltbildungs-Projekt "Ich tu was für die Natur - Ich baue ein Insektenhotel"

Im Rahmen des diesjährigen Prientaler Ferienprogramms in Aschau fand Anfang August das Umweltbildungsprojekt "Ich tu was für die Natur - Ich baue ein Insektenhotel" in Kooperation mit dem Förderverein der Aschauer Kinder e.V. statt. 

Zum Gelingen dieser Gemeinschaftsaktion haben beigetragen: Die Vereinsvorsitzenden Sabine Ostenried und Lilo Trappmann, Dipl.-Biol. Brigitte Meiswinkel, Dipl.-Biol. Johanna Vilsmeier, unterstützt von den Vereinsmitgliedern Natalie, Daniel und Horst.

Ferienprogramm Samerberger Nachrichten 9
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Kamingespräch mit Dipl.-Ing. Alois Juraschek

Keiner baut für sich alleine,

jedes Gebäude hat Öffentlichkeitswirkung

 

„Ortsentwicklung ist eine öffentliche Angelegenheit, die die Gemeinde wahrzunehmen hat und steuern muss und keine private Investorenangelegenheit. Denn keiner baut für sich alleine, sondern jedes Gebäude hat Öffentlichkeitswirkung. Bei der Weiterentwicklung von Aschau gilt es, die charakteristische Bautradition und die Geschichte des Ortes zu wahren und dabei die Gegenwart zu reflektieren. Die Identität des Ortes ist keine Ansammlung von Gebäuden, sondern ein 'Gesellschaftsvertrag'.“

Alois Juraschek

 

Mit rund 30 Gästen fand am 26.04.2019 das Frühjahrs-Kamingespräch unseres Vereins in der Kaiserblickstub'n statt. Unter den Gästen waren der 1. Bürgermeister Peter Solnar und seine Frau, die Aschauer Kulturreferentin Corinna Spieth-Hölzl und Gemeinderäte aus dem Bauausschuss.

„Miteinander sprechen - was können wir Menschen Besseres tun, um einander kennen zu lernen, Meinungen mitzuteilen, unser Wissen weiterzugeben.“ So leitete die Vereinsvorsitzende das Projekt ein. Dieses Motto erläuterte Lilo Trappmann mit folgenden Worten: „Bei unseren Kamingesprächen kommen Persönlichkeiten zu Wort, die für das Priental bedeutsam sind und für die zukünftige Entwicklung Impulse gesetzt haben oder setzen können. Wir möchten im offenen Dialog mit den jeweiligen Experten dazu beitragen, die Lebensqualität in unserem Dorf zu erhalten.“

 

Das Thema des Abends war das baukulturelle Erbe, seine Bedeutung für die Menschen und die zeitgemäße Weiterentwicklung im Priental und im Bergsteigerdorf Sachrang mit Schwerpunkt Wohnbebauung. Die Moderatoren, Vereinsvorsitzende Lilo Trappmann und Georg Antretter, Autor und Regisseur beim BR Fernsehen, erfragten bei ihrem Gesprächspartner Alois Juraschek, Architekt BDA und Stadtplaner, Kreisbaudirektor verschiedene Facetten der umfangreichen Thematik zu

  1. Biografie des Gastes, sein beruflicher Werdegang und die aktuelle Berater-Funktion in der Gemeinde Aschau
  2. Identitätsstiftende historische Bauten als Teil der Kulturlandschaft
  3. Weiterentwicklung heute durch zeitgemäßes Bauen
  4. Mögliche Handlungsfelder der Vermittlung von Baukultur

Bilderfolgen visualisierten die Gesprächsinhalte und zeigten Best-Practice-Beispiele aus dem ländlichen Oberbayern als Anregung. Im Anschluss an das Gespräch beteiligten sich die Zuhörer mit Fragen und Diskussionsbeiträgen, bevor der spannende und inspirierende Diskurs-Abend mit angeregten persönlichen Gesprächen ausklang.

Bericht zur Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen am 08.03.2019

Unter großer Beteiligung von Vereinsmitgliedern und

Gästen fand die zehnte Jahreshauptversammlung in der Kaiserblickstub‘n Sachrang statt.

 

Die Vorsitzende begrüßte die Anwesenden, insbesondere den 1. Bürgermeister Peter Solnar, die Gastreferenten, die Vereinsvorstände aus Aschau und Sachrang, Heinrich Rehberg vom OVB, ferner die Ausschussmitglieder, Vereinsmitglieder und Gäste sowie den Gastgeber Manfred Danner.

 

Der 1. Bürgermeister leitete die Neuwahlen.

Es wurden gewählt:

als 1. Vorsitzende Lilo Trappmann

als 2. Vorsitzender Sebastian Pertl

als Schriftführerin Lilo Trappmann (kommissarisch)

als Kassier Bernd Ostenried

als Beiräte Monika Pfaffinger, Georg Antretter, Horst Trappmann

als Kassenprüfer Klaus Lerch und Georg Wagner

Alle Gewählten nahmen die Wahl an.

 

Die Vorsitzende blickte auf die Höhepunkte des Vereinsjahres zurück, wie z. B. den Erhalt des kulturellen Erbes und des vitalen Lebensraumes im Bergsteigerdorf Sachrang, insbesondere die Hilfe bei der Almpflege im Naturschutzgebiet Geigelstein , die Wissensvermittlung über die Naturräume „Bergbach“ und „Bergwald“, die Vermittlung der Alm-Musikkultur „Jodler“, die Unterstützung des Bürgerprojekts „Sachranger Dorfladen“, die Weiterbildung im Bereich der „Solidarischen Landwirtschaft“ und der „Gemeinwohl-Ökonomie“, die Kommunikation mit dem Bergsteigerdorf-Partner Schleching, die heimatkundliche Wissensvermittlung bei den „Kamingesprächen“ mit dem Hüttenwirt Alexander Egger und dem Obmann der

Sennerei-Genossenschaft Hatzenstädt, Heinz Gstir. Gemeinschaftliches Tun und vielfältige Fähigkeiten der Vereinsaktiven prägten auch 2018 das bürgerschaftliche Engagement für ein vitales Dorfleben.

 

Ursula Havel und Josef Mispagel, vom Gründungsjahr an als Geschäftsführerin bzw. ehrenamtlich für den Sachranger Dorfladen engagiert, hielten Kurzvorträge zu den Themen „Auszeichnung des Dorfladens als „Dorfladen des Jahres 2019“ anlässlich der Grünen Woche in Berlin sowie zur Zertifizierung des Dorfladens mit dem Prädikat „Gemeinwohlökonomie“ in Traunstein.

OVB-Bericht JHV 09.03.19.pdf
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Kamingespräch mit Heinz Gstir

Im Einklang mit der Natur und ressourcenschonend erzeugte Lebensmittel waren Thema des 7. Kamingesprächs, das unter dem Motto „Grenzenlose Nahversorgung“ stand. Gast war der Obmann der Bio-Sennerei-Genossenschaft Hatzenstädt Heinz Gstir aus Niederndorfer-berg/Tirol.28 Zuhörer, darunter die Bürgermeister Peter Solnar und Monika Schmid, waren der Einladung in die Kaiserblickstubn gefolgt, wo Landwirtschafts-Berufsschullehrer Georg Wagner und Bio-Bauer Sebastian Pertl zur Erfolgsgeschichte der Sennerei Hatzenstädt, den beruflichen Werdegang von Heinz Gstir und dessen Vorstellungen einer zukunftsfähigen Berg-Landwirtschaft das Gespräch suchten. Aufgewachsen auf dem elterlichen Hof in Niederndorferberg, sammelte Heinz Gstir von klein auf Fertigkeiten und Erfahrungen, die das Überleben kleiner Berg-Bauernhöfe sichern. Dabei war ihm schon der Großvater ein großes Vorbild, der ihm auch die Überzeugung vermittelte: „Als Bauer musst du dich auf dich selbst verlassen“. So motiviert bildete sich Gstir lebenslang fort, arbeitete sich in die kaufmännischen Voraussetzungen der Betriebsführung ein, beobachtete das Marktgeschehen unter dem Druck der sich verändernden Lebensmittel-Produktion und schloss Allianzen mit Berufskollegen in der Gegend. Es kam zum Entschluss, sich dem massiven Druck der Globalisierung, der sich besonders auf die Berglandwirtschaft auswirkt, schon sehr früh entgegenzustemmen, „um nicht an den Rand des Marktes gespült zu werden“, so der Gast. Der „steinige aber erfolgversprechende Weg“ (Gstir) erfuhr 1990 die entscheidende Wende - mit der Grundsatzentscheidung, sich ganz den biologisch-ökologischen Produktionsmethoden zu verpflichten. – Die kleinstrukturierten Landwirtschaftsbetriebe im Priental müssten die Milchwirtschaft erhalten, ebenso die bestehenden Erzeugerstrukturen, denn der Wert der bergbäuerlichen Arbeit liege ja nicht nur in den hochwertigen Nahrungsmitteln sondern auch darin, dass die kleinen Höfe für sauberes Wasser, reine Luft, gesunde Böden und große Artenvielfalt sorgen. Sie schaffen somit Grundlagen für Lebensqualität in der Region. Gstir ging auch auf das bayerisch-tirolische Projekt „Öko-Kultur-Weg“ ein und die Kooperationen mit Initiativen wie dem Prientaler Bergbauern- und dem Sachranger Dorfladen. Ganz wichtig sei die Stärkung in der Region.

Die Sommeraktionen 2018 - Teamarbeit vom Feinsten!

Spürnasen unterwegs an der Prien

Gemeinsam ging es im seichten Wasser der Prien auf „Forschungsreise“ mit zehn „Nachwuchsforschern“ zwischen 5 und 10 Jahren. Experimentierfreudig wurde der Lebensraum von Insektenlarven und Mühlkoppen erkundet und im improvisierten Forschungslabor erarbeitet. 

Spürnasen unterwegs im Sommerwald

Zu Spiel, Spaß und Forscherdrang kam bei „Walderlebnis und Naturkunst“ das Gestalten von Kunstobjekten mit dem Material, das die Natur liefert, hinzu. Für die Expertin Johanna Vilsmeier von „Treffpunkt Wildland“, dem Vereinsvorstand des „Fördervereins der Aschauer Kinder“ und den Ferien-Kindern hatte auch hier das Miteinander einen hohen Stellenwert. 

Mit Jodlern durch das Tal der Ache

Musikalische Wanderung mit Traudi Siferlinger

Auch in diesem Herbst begrüßte BR Moderatorin Autorin Traudi Siferlinger rund 40 Musikfreunde zur Bergwanderung "Jodeln auf der Alm" nun schon im achten Sommer in Folge. Der Weg führte diesmal von unserem Bergsteigerdorf-Partner Schleching aus durch das wildromantische Achental. Anfänger und Fortgeschrittene erfüllten den „Schmugglerweg“ an idyllisch gelegenen Haltepunkten mit gerade erlernten Jodelklängen. Der Achendurchbruch beim „Klobenstein“ mit Blick auf die „Entenlochklamm“ erwies sich als erster beeindruckender Höhepunkt. Gefühlvoll angestimmte alpenländische Jodler fanden in den Räumen der Wallfahrtskirche „Maria Klobenstein“ einen passenden Ort. Weiter ging es über die Bäckeralm bergauf, während die Jodelgesänge mit jedem Halt anspruchsvoller wurden, denn das Ziel war der perfekte Gesang in der Kirche „St. Servatius“ und im Berggasthof Streichen. 

Beim Almabtriebsfest der Sachranger Bergbauern machten sich Mitglieder unseres Vereins auch in diesem Jahr nützlich. Hunderte Besucher wurden beim Sachranger Dorfladen mit ortstypischen kalten und warmen Speisen verköstigt. 

Kamingespräch mit Alexander Egger

Das 6. Kamingespräch mit dem steirischen Kellner und Koch Alexander Egger und sein Wirken als ehemaliger Wirt auf der Riesen- und der Priener Hütte bestätigte einmal mehr, dass die Serie „Mit Experten im Dialog“ spannende Einblicke  in  die Vergangenheit gewährt und Impulse für die zukünftige Entwicklung unseres Tals geben kann. Georg Antretter und Sebastian Pertl überzeugten mit einer unterhaltsamen Gesprächsführung zum Thema „Hoch hinauf. Leben – Landwirtschaft und Gastronomie am Berg und im Tal.“ 

Der Biografieteil gab z. B. Antworten zu Fragen rund um das Aufwachsen  in der Steiermark, wie es statt zur Wunsch-Lehre Fotografie zur Doppellehre Kellner und Koch kam, die Berufserfahrungen auf einem Schiff zwischen Arktis und Antarktis und in Oslo.

Aus seiner Erfahrung als Gastronom und als Kenner des Prientals bezog der Gesprächsgast auch Stellung zu den Faktoren einer erfolgreichen Gastronomie am Berg und im Tal. Das Prädikat „Bergsteigerdorf“ sieht er als Chance und Herausforderung zugleich. Großes Potenzial sieht er im Zusammenwirken aller Beteiligten und im Angebot außergewöhnlicher Gastro-Konzepte.

Bericht OVB 15.05.2018
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Projektvorstellung „Wanderregion Chiemgauer Alpen“

Mitglieder unseres Vereins waren von Kolja Zimmermann, dem Geschäftsführer der Lokalen Arbeitsgruppe Chiemgauer Alpen e.V.(Leader) eingeladen, in Inzell, Ruhpolding und Reit im Winkl realisierte, durch Leader geförderte  Projekte zu besichtigen. Das Schwergewicht lag auf  zeitgemäß gestalteten Informationstafeln im Freien mit den Besonderheiten der jeweiligen Orte und der Region. Vor der Exkursion  hielt der Geschäftsführer im Sitzungssaal der Gemeinde Inzell den Vortrag „Wanderregion Chiemgauer Alpen“, der Entstehung, Hintergründe, technische und mediale Voraussetzungen sowie die konkrete Umsetzung der Inhalte in Wort und Bild anschaulich und unterhaltsam vorstellte.

Fahrt zum DAV und BR Fernsehen

Nachdem wir auf zwei Bildungsfahrten, 2016 ins Haus der Berge/Berchtesgaden und ins 1. Bergsteigerdorf Ramsau sowie  2017 zum Bergsteigerdorf-Partner Schleching,

erfolgreich über unseren Tellerrand geschaut hatten, führte uns die dritte Bildungsfahrt im März 2018 zur DAV – Ausstellung „Hoch hinaus – Wege und Hütten in  den Alpen“ nach München auf die Praterinsel und anschließend ins Abendstudio des BR Fernsehens mit Teilnahme an der Abendschau.

 

Beim DAV wurde die Delegation aus dem Bergsteigerdorf von Hanspeter Mair empfangen, uns bekannt von der Prädikatsverleihung auf der Priener Hütte. Der Historiker Thomas Lindner führte durch die außerordentlich sehenswerte Präsentation des Hüttenbaus im alpinen Raum von den Anfängen bis zur Gegenwart.

 

Den Rest des Tages gestaltete  Georg Antretter in den BR Fernsehstudios in München Freimann, wo wir mit Archiv-, Tonstudio- und Abendschau-Live-Besuch informative und zugleich unterhaltsame Eindrücke von der Medienarbeit vor und hinter Kameras und Kulissen erhielten.

Bericht von der Jahreshauptversammlung am 09.03.2018

Mit großer Beteiligung durch Vereinsmitglieder und Gäste fand am vergangenen Freitag die 9. Jahreshauptversammlung statt.

 

Die Vorsitzende begrüßte insbesondere den ersten Bürgermeister Peter Solnar und seine Frau, die dritte Bürgermeisterin Monika Schmid, den Gastreferenten Stefan Kattari, ehemalige und amtierende Gemeinderäte, die Vereinsvorstände aus Aschau und Sachrang, Heinrich Rehberg vom OVB und die Gäste Markus Höper, Projektmanager des Bergbauernmodells Sachrang und Leonhard Perl, DAV Sektion Prien.

 

Die Vorsitzende blickte auf Höhepunkte 2017 zurück, z. B. auf die Teilnahme an der Auszeichnung „Bergsteigerdörfer Schleching und Sachrang“, als das Dorf in die Gruppe der „Kleinen und feinen Bergsteigerdörfer zum Verweilen und Genießen“ aufgenommen wurde; auf die Bergtour mit Traudi Siferlinger, die wieder dem Kulturgut „Jodler“ gewidmet war; auf den Besuch beim Partner Schleching unter dem Motto „Voneinander lernen“. Das JHV-Begleitprogramm „Wir leben mitten drin“ war ein großes Loblied auf die uns umgebende Natur. Gastreferent Dipl.-Biol. Stefan Kattari, Botaniker und Leiter des Museums „Salz und Moor“, begeisterte die Zuhörer für bunte, artenreiche Wiesen und stellte sich informativ und unterhaltsam den Fragen zum Thema „Das regionale Erbe in Wort und Bild gestalten -  Den Erfolgsrezepten von Natur-Ausstellungen auf der Spur“.  

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DAV Sektion Prien feiert ihr 125-jähriges Bestehen

Im Oktober 2017 feierte die DAV Sektion Prien ihr 125-jähriges Bestehen. Während des Festakts auf der Priener Hütte wurde ihr das Umweltgütesiegel des Deutschen Alpenvereins verliehen.

 

Neben den Vertretern aus Politik und Gewerbe war auch unser Verein zu einem Grußwort eingeladen. Den Schwerpunkt des Grußworts legte die 1. Vorsitzende auf das Engagement für die Dringlichkeit der Kooperation für Natur und Menschen im Alpenraum. Sie sagte unter anderem: „Weil euch die Menschen und die Natur am Herzen liegen, steht euer Haus für eine verantwortungsvolle Wirtschaftsweise. Ökologische Verantwortung zu übernehmen und zu leben,  lohnt sich in vielerlei Hinsicht, z.B.:
- für die Pflanzenwelt, deren Artenreichtum erhalten bleibt,
- für die Tierwelt, deren Lebensraum respektiert bleibt,
- für die Menschen, die hier im Naturschutzgebiet vielfältige Inspirationen erhalten für den respektvollen Umgang mit den Ressourcen, welche die Grundlagen unserer Lebensqualität sind.

Dass die Priener Hütte wegen ihrer ökologisch verantwortungsvollen Bewirtschaftung heute mit dem Umweltgütesiegel ausgezeichnet wird, ist deshalb hochverdient. Wir gratulieren dazu und der Sektion Prien zum großen Jubiläum von Herzen.“

Laien packten an

Mitglieder unseres Vereins waren erneut eingeladen, an einer Landschafts-pflegemaßnahme im historischen Dorfzentrum Sachrang aktiv teilzunehmen.  Im Rahmen des Naturprojekts  „Das Bergbauernmodell Sachrang – Artenvielfalt durch Landwirtshaft“ wurde ein verbuschter Hang durch das Entfernen von raumgreifenden Gehölzen in die Lage versetzt, der lichtbedürftigen Pflanzenvielfalt und sonnenhungrigen Tieren wieder Raum zu geben.

Besuch beim Bergsteigerdorf-Partner Schleching

2. Bildungsfahrt des Vereins

 

„Voneinander lernen“ – unter diesem Motto stand der Informations- und Gedankenaustausch beim Besuch  beim Bergsteigerdorf-Partner Schleching am 21.10.2017. Die Gastgeber, 1. Bürgermeister Josef Loferer und Geschäftsführerin Christine Zaiser,  informierten einen ganzen Vormittag lang über Themenfelder, die für die Sachranger Gäste neu sind: das Flächenmanagement der Gemeinde, Maßnahmen zum Erhalt des dörflichen Ortsbildes, die Schlechinger Baufibel, den gemeindlichen Dorfladen und das Projekt „Wohnen beim Kramer“, Maßnahmen im Rahmen der Bergsteigerdorf-Entwicklung, Infrastruktur-Maßnahmen im Ortsteil Raiten. Ein Rundgang im Schlechinger Zentrum und in Raiten  rundeten die außerordentlich herzliche, gastfreundliche und sehr informative Begegnung ab.

Almabtriebs-Fest 2017

Das Bürgerprojekt „Der Sachranger Dorfladen“ war auch in diesem Herbst für die Versorgung der Gäste und Helfer zuständig. Mitglieder unseres Vereins brachten sich wie schon in den letzten Jahren ehrenamtlich neben vielen anderen Helfern ein.

Wissen weitergeben - Volkskultur vermitteln

Musikalische Wanderung mit Traudi Siferlinger

Auch in diesem Herbst empfing Musiklehrerin und BR Fernsehmoderatorin Traudi Siferlinger rund 40 Musikfreunde zu "Jodeln auf der Alm", nun schon zum siebten Mal in Folge seit 2011. Die Gäste kamen aus Sachrang, Schleching. Ebersberg, Zorneding, München, Pfaffenhofen, aus der Holledau und Nürnberg. Beim Start stärkten sich die Teilnehmer unter dem Sachranger Maibaum mit einem Jodler-Frühstück mit kulinarischen Köstlchkeiten von heimischen Erzeugern, das Ausschussmitglied Florian Wiedmann für den Sachranger Dorfladen ausrichtete.

Die nächsten  Stationen waren die Kirche St. Michael und das historische Bauernhaus-Ensemble in der Dorfmitte. Weiter ging es entlang der Prien, wobei die Jodelgesänge mit jedem Haltepunkt anspruchsvoller wurden, denn das Ziel war der perfekte Gesang auf der Stoana-Alm unterhalb des Spitzsteins.

Bergbäuerin Monika Pfaffinger empfing die Gruppe auf ihrem Hof in Mitterleiten und überraschte mit Gebäck aus der hofeigenen Backstube. Sie schilderte anschaulich, wie in der heutigen Zeit Arbeit und Familienleben im Tal und auf der Alm in Einklang gebracht werden. Almbauer Sebastian Pertl ergänzte mit Informationen zur Landschaftspflege, erzählte vom Natur-Projekt „Das Bergbauernmodell Sachrang – Artenvielfalt durch Landwirtschaft“ und von den Herausforderungen, die mit der Verleihung des Prädikats „Bergsteigerdörfer Sachrang und Schleching“ auf die hier lebenden Menschen zukommen. Auf der Stoana-Alm wurde die Gruppe von Wirtin Maria mit Carmen herzlich empfangen und beeindruckte auch die Tagesgäste mit vierstimmigen, gerade gelernten Gesängen.

Unser Verein blickt mit Stolz auf die jahrelange Kooperation mit Traudi Siferlinger zurück, jedesmal mit neuen Jodlern und anderem Veranstaltungs-Ablauf. Die Erfolgs-Serie wird am 08.09.2018 fortgesetzt.

Almpflege im Naturschutzgebiet Geigelstein

Mitglieder unseres Vereins packten auch in diesem Herbst tatkräftig mit an, als 16 Aktive der Verbuschung durch Gehölze zu Leibe rückten. Eingeladen hatten die Almbauern Peter Pfaffinger und Sebastian Pertl mit dem Senner Franz Kinne im Rahmen des Natur-Projekts „Artenvielfalt durch Landwirtschaft – Das Bergbauernmodell Sachrang“.

Nachwuchsforscher in Aktion - Ferienprogramm 2017

Mit Begeisterung haben 20 kleine Nachwuchs-Naturforscher die beiden ausgebuchten Ferienangebote des Vereins wahrgenommen. Bei schönstem Wetter gingen die Fünf- bis Zehnjährigen experimentierfreudig am Wasser der Prien auf Entdeckungsreise. Sie spürten die Lebensräume der im Wasser versteckten Insektenlarven auf, z.B. von Eintags- und Köcherfliegen. Sie stellten Fragen und suchten nach Antworten und durften sich im improvisierten „Forschungslabor“ fast wie zukünftige Naturwissenschaftler fühlen.

Beim Projekt "Ich tu was – mein  Spezialeinsatz für gefährdete Fledermäuse" fanden sich 11 Acht- bis Zwölfjährige unter der Leitung der Fledermausforscherin Brigitte Meiswinkel zusammen, um mit der Unterstützung von vier Betreuern tatkräftig drauflos zu bohren und zu schrauben, damit am Ende 11 fertige Spezial-Nistkästen in heimischen Gärten angebracht werden können. Diese Aktion wurde gemeinsam mit dem „Förderverein der Aschauer Kinder“ durchgeführt und gesponsert.

Schleching und Sachrang – Bergsteigerdörfer am Geigelstein

Rudi Erlacher, Josef Loferer, Ilse Aigner, Ulrike Scharf und Peter Solnar bei der Unterzeichnung der Urkunde (v.l.n.r). Foto: DAV/Hans Herbig
Rudi Erlacher, Josef Loferer, Ilse Aigner, Ulrike Scharf und Peter Solnar bei der Unterzeichnung der Urkunde (v.l.n.r). Foto: DAV/Hans Herbig

Unser Dorf ist zusammen mit Schleching am 21. Juli 2017 in die Reihe der „Kleinen und feinen Bergsteigerdörfer zum Genießen und Verweilen“, so der Titel der Gesamtbroschüre des Österreichischen Alpenvereins, aufgenommen worden. Strenge Kriterien des Deutschen Alpenvereins und ein monatelanges Bewerbungsverfahren sind der Unterzeichnung der Deklaration vorausgegangen. Bergsteigerdörfer gelten als „Mosaiksteine einer gelebten Alpenkonvention“ (Einzelbroschüre, S.4). Unter den Ehrengästen des Festaktes zur Unterzeichnung der Urkunde waren die Staatsministerinnen Ilse Aigner und Ulrike Scharf und der Generalsekretär der Alpenkonvention Markus Reiterer.

 

Mitglieder unseres Vereins haben sich eingebracht, als das Konzept für die Bewerbung erarbeitet wurde, und Texte für die Einzelbroschüre erstellt. Die Vorstandschaft freut sich sehr über die Aufnahme, ist sie doch eine Auszeichnung für die gewachsene Kultur in unserem Heimatort und für die hier lebenden Menschen, die diesen Lebensraum geschaffen haben. Sie prägen ihn mit ihrem Gestaltungsreichtum auch heute.  

 

Weitere Details vom Festakt siehe Pressemitteilung des DAV.

 

Impressionen vom Festakt auf der Priener Hütte im Naturschutzgebiet Geigelstein

Fotos: Hans Herbig/DAV und  Lilo Trappmann

Bericht von der Jahreshauptversammlung am 24.03.2017

Mit großer Beteiligung durch Vereinsmitglieder und Gäste aus Vereinen in Sachrang und Aschau fand am vergangenen Freitag die 8. Jahreshauptversammlung statt. Satzungsgemäß stand die Neuwahl des Vereinsvorstands auf dem Programm, die von Aschaus erstem Bürgermeister Peter Solnar mit Sachkunde durchgeführt wurde.

 

In der Vereinsspitze wurden Lilo Trappmann als erste Vorsitzende und kommissarische Schriftführerin sowie Sebastian Pertl als zweiter Vorsitzender einstimmig bestätigt. Das Amt des Kassenwarts wird Klaus Ederle-Lerch ebenfalls weiterführen. 

In den Beirat wurden Georg Antretter, Monika Pfaffinger, Georg Wagner, Florian Wiedmann und Horst Trappmann (für Inez Rattan) einstimmig gewählt.

Roger Lovison und Frank Lerch (für Elisabeth Trixl) Stehen für die kommenden zwei Jahre als Kassenprüfer des Vereins zur Verfügung.

 

Nach der Neuwahl des Vorstands begeisterte das Begleitprogramm mit dem Thema „Das Dorf - Die Menschen - Die Arbeit – Wie das Tal mit lokalen Grundnahrungsmitteln versorgt wird“ die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Versammlung. Die Bergbäuerinnen Barbara Schwaiger vom Mitterthrey-Hof/Gränzing und Monika Pfaffinger vom Simmerlhof/Sachrang führten sehr informativ und unterhaltsam durch den Abend. Ihre Ausführungen über Brot-, Käse-, Fleisch- und Wurstwaren-Herstellung, über Vermarktung und Verkauf an die Konsumenten in der unmittelbaren Umgebung waren der Auftakt in den diesjährigen Themen-Schwerpunkt „Ernährung“.

Bericht im OVB
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5. Kamingespräch mit Adolf Dinglreiter, MdL a. D.

Serie "Kamingespräche"

 

„Nachdenken - Umdenken - Neudenken“

Unter diesem Motto stand das Impulsreferat des  Landespolitikers Adolf Dinglreiter, der im Dialog mit Rainer Küblbeck und Georg Antretter eine Fülle von Gedanken zu „Sachrangs Zukunft und Chancen“ äußerte. Mehrfach sagte der erfahrene Politiker: „Eine aktive Bürgergesellschaft ist die Voraussetzung für nachhaltige Veränderungen“. Gemeinsam statt im Alleingang einzelner Akteure müssten Gesamtkonzepte neu gedacht werden. Er machte den zahlreichen Bürgern in der voll besetzten Kaiserblickstubn Mut, neue Wege zu beschreiten – aber immer wohl überlegt und nie überstürzt.

Das Prädikat „Bergsteigerdorf“ sieht Dinglreiter als Herausforderung und Chance für die Entwicklung unseres Dorfes. Dabei muss sich die Bürgerschaft die Fragen stellen: Was ist wichtig?, Wie wollen wir uns weiterentwickeln?, Was wollen wir erreichen?, Was ist möglich?, Wie können wir unsere Vorhaben gemeinsam  schaffen?

Mit den Moderatoren und der Zuhörerschaft wurden folgende Themen erörtert:

  • Grundversorgung
  • Mobilität durch Bürgerbus
  • Infrastruktur  
  • ÖPNV
  • Internetzugang
  • Arbeitsplätze
  • Gäste-Beherbergung
  • Gastronomie
  • Entwicklung des sanften Tourismus

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4. Kamingespräch mit Simon Bauer

Serie "Kamingespräche"

 

Beim vierten „Kamingespräch“ unseres Vereins war in der Kaiserblickstubn Sachrang das "Prientaler Urgestein" Simon Bauer aus Stein zu Gast.

 

Packende zwei Stunden lang erzählte Simon Bauer, „Schuster vom Stein“, Jahrgang 1928, in der Kaiserblickstubn aus seinem langen Leben. Der 88-jährige Forst- und Landwirt verblüffte mit seinem Erfahrungsschatz und seiner unermüdlichen Vitalität. Seit 1995 misst und meldet er so noch täglich dem Deutschen Wetterdienst die Niederschläge aus seinem Weiler Stein. So ist ihm zu „verdanken“, dass das Priental - mit durchschnittlich etwa 2000 ml Niederschlag - regelmäßig als das regen- und schneereichste Gebiet in Deutschland aufscheint. 2016 erlebte der Ehrenvorsitzende des Trachtenvereins „D‘Geiglstoana“ einen besonderen Höhepunkt, als er das erste Mal im Leben den Kampenwand-Gipfel bestieg. Nicht nur dafür zollte Georg Antretter, der das Gespräch führte, diesem „Prientaler Urgestein“ großen Respekt.

 

Die Kamingespräche werden fortgesetzt: Am 9. 2. 2017, 19.30 h, spricht Landtagsabgeordneter a.D. Adolf Dinglreiter mit dem Gewerbevereinsvorsitzenden Rainer Küblbeck und Georg Antretter über die „Zukunft von Sachrang“.

„Ein Berg, der verbindet, ein Berg, der bewegt!“ - 25 Jahre Naturschutzgebiet Geigelstein

Jodeln auf der Alm"

mit Traudi Siferlinger

 

war in diesem Jahr ganz dem Geigelstein mit seiner schützenswerten Fauna und Flora gewidmet. 45 Teilnehmern wurden dabei auf dem Weg zu den Schreckalm-Kasern auch im Jubiläumsjahr durch die Musiklehrerin und BR-Moderatorin in ihrer begeisternden Art Kenntnisse im alpenländischen Jodeln vermittelt.

Die Wanderung bot den Teilnehmern ein aktives Gemeinschaftserlebnis in freier Natur bei besten Sommer-Temperaturen. Die erste große Station war die Obere Tal Alm, wo zur Mittagsstärkung ein Buffet mit kulinarischen Köstlichkeiten in Bioqualität von heimischen Erzeugern aufgetischt wurde. Hier wie auch auf der Schreckalm erzählten Almbauern von ihren Rechten und Pflichten, ihrer Arbeit im Jahresverlauf und den Besonderheiten der geschützten Kulturlandschaft. Ihre Gastfreundschaft und die Erzählungen vom Almleben in der heutigen Zeit, wo zahlreiche Verpflichtungen auf der Alm und auf dem Talbauernhof in Einklang gebracht werden müssen, faszinierten die Sänger-Gruppe. Sie dankten mit fast perfekten dreistimmigen Jodlern, einem guten Appetit und der Zusage, beim Almabtriebs-Fest In Sachrang mitzufeiern und wiederzukommen, wenn es im nächsten Jahr heißt: „Jodeln auf der Alm“ mit Traudi Siferlinger.

 

Aus dem Gästebuch:

  • Es war wieder umwerfend.
  • Freude ist eine besondere Art der Weisheit.
  • So ein Tag, so wunderschön wie heute, …
  • I gfrei mi auf nächste Jahr!
  • A herzlichs Vergelt’s Gott für die gesunde Biokost auf den Almen.
  • Ein Genuss für Herz und Seele - und auch ein Genuss für Gaumen und Magen.

 

Weidepflege am Geigelstein

 

Unser Verein durfte auch im Jubiläumsjahr wieder Almbauern bei ihrer Schwend-Arbeit, dem Offenhalten der Almweiden, unterstützen. Ein Teil der jährlichen Weidepflege wird somit auch für Laien erlebbar, wenn im Team Hand angelegt werden muss, um der Verbuschung der gestalteten Kulturlandschaft Einhalt zu gebieten.

Ehrenamtlich tätige Vereinsmitglieder packten tatkräftig mit an, als die Almbauern Sebastian Pertl und Peter Pfaffinger mit Senner Franz Kinne von der Sulzingalm zur Pflege der Kulturlandschaft im Gebiet des Geigelsteins geladen hatten. Ihr Ziel war es, Teile der Alm-Weideflächen von Verbuschung durch Gehölze und Farnaufwuchs zu befreien. Die Maßnahmen fanden im Rahmen des Naturprojekts „Artenvielfalt durch Landwirtschaft - Das Bergbauernmodell Sachrang“ statt, das vom Bayerischen Naturschutzfonds und dem Bezirk Oberbayern gefördert wird. Das Projekt hat das Ziel, die Vielfalt von Pflanzen und Tieren durch eine nachhaltige Berglandwirtschaft im Priental zu erhalten und dort, wo es nötig geworden ist, zurückzugewinnen.

Nach getaner Arbeit kehrten die zufriedenen Aktionsteilnehmer jeweils bei den Sennern ein, wo sie mit regionaltypischen Brotzeiten belohnt wurden.

Lebensräume erkunden

 

Spürnasen unterwegs

 

Mit Begeisterung haben 18 kleine Nachwuchs-Naturforscher die beiden Ferienangebote unseres Vereins wahrgenommen. Bei schönstem Sommerwetter gingen die Fünf- bis Zehnjährigen mit vier Betreuern experimentierfreudig am Wasser der Prien und beim Krapfengut in Sachrang/Innerwald auf Entdeckungsreise. Sie stellten Fragen, suchten gemeinsam nach Antworten und durften sich an den beiden Forschungsstätten fast wie zukünftige Naturwissenschaftler fühlen.

Unter dem Motto „Wissen weitergeben - Das Besondere individuell gestalten“  spürten die Kinder die Lebensräume der im Wasser versteckten Insektenlarven auf. Die gut getarnten Mühlkoppen ließen sich diesmal leider nicht sehen. Beim Krapfengut wurde Wissen über zahlreiche alte Nutztierrassen vermittelt. Dies gestaltete sich im direkten Kontakt mit den Tieren dermaßen spannend, dass das Pfannkuchen-Essen zum Nachtisch zur Nebensache wurde. Die Mittagsstärkung waren selbst hergestellte Nudeln aus den eben frisch gesammelten Eiern.

„Wir kommen wieder“, so die Kinder, wenn es im nächsten Jahr wieder heißt: „Wasserforscher unterwegs“ und „Von wilden Hühnern und zahmen Lämmern“.

Fortbildungsreise ins Berchtesgadener Land

Besuch im Haus der Berge

 

Im Juni unternahm der Ausschuss des Vereins eine Fahrt zur Weiterbildung ins Haus der Berge nach Berchtesgaden. Alle Mitglieder der Vorstandschaft wurden in das Konzept des Alpen-Dokumentations-Hauses durch die Leitung eingeführt und konnten sich anschließend von der interaktiven Darstellung der umfangreichen Artenvielfalt im Alpenraum beeindrucken lassen.

Das Haus bietet mit „Informationszentrum, Bildungszentrum und Außengelände ein abwechslungsreiches Angebot für Einzelbesucher, Familien, Gruppen, Schulklassen und alle anderen mit Unternehmungslust und Entdeckergeist.“ (Prospekt der Nationalparkverwaltung)

Unser Ausschuss stellte sich im „Tor zum Alpen-Nationalpark“ (Haus der Berge), das sich dem einzigen alpinen Nationalpark Deutschlands widmet, die Frage: Welche Anregungen können wir für unseren Heimatort Sachrang mitnehmen?

 

Besuch des Bergsteigerdorfs Ramsau

 

Die gleiche Frage stellten sich die Ausschuss-Mitglieder nach dem Empfang durch den Leiter Fritz Rasp der Tourist-Information der „Nationalpark-Gemeinde am Fuße des Watzmanns“ (Broschüre Bergsteiger Dörfer). Die herzliche Aufnahme, die Fülle der Informationen und die Begeisterung für die Umsetzung der Vorgaben der Alpenkonvention sind uns Anregung und Ansporn zugleich, sich weiterhin für nachhaltige und zukunftsweisende Maßnahmen im Priental einzusetzen.

 

Lilo Trappmann, 1. Vorstand

3. Kamingespräch mit Alfred Ringler

Von links: Lilo Trappmann, Alfred Ringler, Monika Pfaffinger, Wast Pertl
Von links: Lilo Trappmann, Alfred Ringler, Monika Pfaffinger, Wast Pertl

Serie "Kamingespräche"

 

Beim dritten „Kamingespräch“ unseres Vereins war in der Kaiserblickstubn Sachrang der Diplom-Biologe Alfred Ringler aus Rosenheim zu Gast. Das Thema des Abends war

 

„Ein Berg, der verbindet – ein Berg, der bewegt – 25 Jahre Naturschutzgebiet Geigelstein“.

 

Schon mit 14 Jahren hat der Gesprächsgast begonnen, das Geigelstein-Massiv zu erforschen. Die Vielfalt der Blumen und Gräser sowie die Vorkommen schützenswerter Tierarten in diesem Gebiet haben ihn seit dieser Zeit fasziniert und den Grundstein dafür gelegt, dass die Liebe zur Natur sich wie ein roter Faden durch sein Leben zieht.

Im Gespräch mit Monika Pfaffinger und Sebastian Pertl, Sachranger Bergbauern, entfaltete sich ein Themenkreis rund um den beruflichen Werdegang und Wirkungskreis von Alfred Ringler und sein leidenschaftliches Engagement für den Landschaftserhalt in Bayern. Als Botaniker ständig unterwegs, fallen ihm die Veränderungen auf.  Seine Fotodokumente liefern die wissenschaftlichen Grundlagen für Ministerien und Behörden, die er auch berät.

Die Zuhörer erfuhren auch, dass seine Interessens-Schwerpunkte die Almwirtschaft und grenzüberschreitende Berglandwirtschaft sind. Die Schwierigkeiten der Almbauern heute kennt Ringler genau und kann Anleitungen geben, diese unter den sich verändernden Bedingungen zu meistern.

Die Teilnehmer dieses informativen Abends nahmen eine Fülle von Anregungen mit und die Gewissheit, dass es sich lohnt, der über Jahrhunderte gewachsenen Kulturlandschaft im Priental ein besonderes Augenmerk zu schenken.

 

Die Veranstaltungsreihe „Kamingespräche“ wird im Herbst fortgesetzt. Unser Verein möchte auch weiterhin mit Fachleuten über spannende Zeit- und Zukunftsfragen im Gespräch bleiben.

Nachlese zur 7. Jahreshauptversammlung 2016

Am 26.02.2016 fand in der Sachranger Kaiserblickstubn die 7. JHV unseres Vereins statt. Der persönlich anwesende Redakteur des Oberbayerischen Volksblatts, Heinrich Rehberg, schrieb dazu folgenden Bericht.

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Mit Jodlern und Geschichten auf die Alm

Musikalische Wanderung mit Traudi Siferlinger

Auch im Herbst 2015 begrüßte Musiklehrerin und Autorin Traudi Siferlinger rund 50 Musikfreunde zu "Jodeln auf der Alm". Die Gäste lernten auf dem Weg hinauf ins Quellgebiet der Prien  verschiedene alpenländische Jodler und waren somit die wichtigsten Gestalter dieser spätsommerlichen Erlebnis-Tour.   

 

Das Dorfzentrum bot an dem sonnigen Herbsttag eine eindrucksvolle Kulisse für die von Traudi Siferlinger gefühlvoll angestimmten Klänge. Weiter ging es entlang der Prien, wobei der Schwierigkeitsgrad der Jodelgesänge mit jedem Haltepunkt zunahm, denn das Ziel war der perfekte dreistimmige Gesang auf der Stoana-Alm unterhalb des Spitzsteins. 

Bergbäuerin Monika Pfaffinger empfing die Gruppe auf dem Simmerl-Hof in Mitterleiten und überraschte mit Brot aus der hofeigenen Backstube, Käse aus der Region und   Kräuterbutter nach eigenem Rezept. Sie schilderte anschaulich das Leben und Arbeiten der Bergbauern heute.

Pflanzenkunde am Wegesrand vermittelte Kräuterpädagogin Inez Rattan. An ausgewählten Beispielen erläuterte sie die Bedeutung der Kräuter für unsere Nahrung und Gesundheit. 

 

Auf der Stoana-Alm, dem Zielpunkt der Almwanderung, wurde die Gruppe von der Aschauer "Hammerbach-Musi" um Hans Sommer empfangen und mit alpenländischer Musik belohnt. Helga Bauer vom Samerberg spielte die seltene Schwegel, eine hölzerne Seitenpfeife. Natürlich gab hier auch die Jodlergruppe alles, was sie auf der Wanderung gelernt hatte, zum Besten und beeindruckte nicht nur die Wirtin Maria mit einem Lied zum Namenstag. 

 

Nach dem Abstieg konnten die Teilnehmer regionale Produkte mit auf den Heimweg nehmen, denn der Sachranger Dorfladen hatte für die Jodelfreunde seine Tür noch einmal geöffnet. Biobauer Wast Pertl stellte als Besonderheit die Produktherstellung im Tal, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit und das genossenschaftsähnliche Ladenmodell heraus.




Erfolgreiche Spürnasenaktion am Wasser

Die "Spürnasen" waren auch 2015 wieder unterwegs: 10 kleine Nachwuchs-Naturforscher im Alter von fünf bis zehn Jahren haben wieder einmal ihrem Forscherdrang und ihrer Experimentierfreude Ausdruck verliehen. 

Im Rahmen des Aschauer Ferienprogramms haben sie einen ganzen Vormittag lang Wasserlebewesen gefangen, beobachtet, Fragen zu ihrer Lebensweise gestellt und nach Antworten über die Lebensbedingungen in einem heißen Sommer und fast ausgetrocknetem Prien-Flussbett gesucht. 
Das umweltbildende, auf das Alter der Teilnehmer abgestimmte Naturerlebnis am Wasser vermittelt in spielerischer Weise  naturwissenschaftliche Methoden, die die Lebensräume und -weisen von Mühlkoppen, Eintags- und Köcherfliegenlarven erforscht.
Die Betreuer danken Anian, Maresa, Julian, Seppi, Sandra, Leonie, Kai, Lars und Annika für ihr außerordentliches  Forscher-Interesse und ihre begeisterte Mitarbeit.  
Eine Fülle weiterer "Spürnasenaktionen" kann bei Bedarf angeboten werden. Tel. 08057-1062.
 



"Heimat-Bilder - Klischee und Wirklichkeit"

Im Juni war unser Verein eingeladen zum 38. Bayerischen Heimattag in Murnau eingeladen, der vom Bayerischen Landesverein für Heimatpflege e. V., BUND Naturschutz in Bayern e. V. und dem Verband Bayerischer Geschichtsvereine e. V. veranstaltet wurde. 

Die Programmangebote enthielten unterschiedliche Zugangsweisen zum Tagungsthema:

 

- Der Blick von Schriftstellern auf das Phänomen Heimat in einer Lesung

- Die Bedeutung von Heimat im gesellschaftlichen Kontext in einer Gesprächsrunde

- "Auf der Suche nach Bavaria" als Filmbeitrag;

- Unter dem Motto "Heimat erleben" in Form von Exkursionen ins Umland

 

Namhafte Fachleute, u. a. der Journalist Dieter Wieland, die Filmemacherin Annette Hopfenmüller, die Vorsitzenden der drei Verbände, zahlreiche Bezirksheimatpfleger, die Murnauer Kulturreferentin Elisabeth Tworek sowie Präsidiumsvorsitzender Johann Böhm erörterten das vielschichtige Thema der Bayerischen Heimat-Bilder im Spannungsfeld zwischen Klischee und Wirklichkeit heute. Unsere Bilder im Kopf sind menschengemacht und haben das Potential kulturelles Erbe zu erhalten und weiterzuentwickeln - aber auch zu zerstören.

 

Lebendiges Sachrang e. V. ist Mitglied im Landesverein für Heimatpflege und durfte als Gastteilnehmer seinen Blick erneut weiten im Hinblick auf die natürliche Umwelt und die Kultur Bayerns in ihrer Vielfalt.

"Heimische Orchideen"

Fortbildung mit Diplom-Biologe Stefan Kattari, Gebietsbetreuer Achental

 

Im Juni 2015 war unser Verein zur Fortbildungsveranstaltung des Netzwerks "Chiemgauer Umweltbildung" (CU) geladen. Im Landschaftsschutzgebiet "Bärnsee" in Aschau i. Ch. wachsen streng geschützte Orchideenarten. Die ökologischen  Zusammenhänge von Moorgebieten und Streuwiesen, Artenreichtum und Schutzmaßnahmen zu seinem Erhalt wurden vom Leiter der Exkursion, Dipl.-Biologe Stefan Kattari, in umfassender Art vermittelt.

 

Lebendiges Sachrang e. V. ist Mitglied im Netzwerk und hat im März diesen Jahres gemeinsam mit ca. 50 Initiativen aus den Landkreisen Rosenheim und Traunstein den Kooperationsvertrag des Netzwerks "Chiemgauer Umweltbildung" unterzeichnet.    

2. Kamingespräch mit Christiane Mayr

Von links nach rechts: Lilo Trappmann, Christiane Mayr, Monika Pfaffinger, Manfred Danner
Von links nach rechts: Lilo Trappmann, Christiane Mayr, Monika Pfaffinger, Manfred Danner

Serie "Kamingespräche"

 

Beim zweiten „Kamingespräch“ in der Kaiserblickstub'n Sachrang war Diplom-Biologin Christiane Mayr von der Regierung von Oberbayern zu Gast beim "Lebendigen Sachrang".

 

Im Gespräch mit Monika Pfaffinger und Manfred Danner, Bergbauern aus dem Ort, entfaltete sich ein Themenkreis rund um den beruflichen Werdegang und Wirkungskreis von Christiane Mayr, ihre Kindheit und Jugendzeit auf dem Oberwildenriederhof bei Frasdorf, die Anfänge des Naturschutzes bis hin zur Regionalvermarktung und dem kürzlich ins Leben gerufenen „Sachranger Bergbauernmodell“. Die Biologin ist für viele Landschafts- und Naturschutzprojekte in Oberbayern verantwortlich. Das Priental kennt sie sehr genau und benannte anhand zahlreicher Beispiele Veränderungen und Entwicklungen in der Tier- und Pflanzenwelt dieses Hochtales.


"Das Sachranger Bergbauernmodell" wurde von Frau Mayr in Zusammenarbeit mit Landwirten aus dem Tal auf den Weg gebracht. Christiane Mayr und Manfred Danner erläuterten Einzelheiten zum Bergbauern-Modell und beantworteten die zahlreichen Diskussionsbeiträge aus dem Publikum. Manch unterhaltsame Anekdote aus dem Alltag einer engagierten Naturschützerin brachte Publikum und Moderatoren zum Lachen an diesem geselligen, kurzweiligen und informativen Abend.


Die Veranstaltungsreihe „Kamingespräch“ wird im Herbst fortgesetzt. Der Verein „Lebendiges Sachrang“ möchte auch weiterhin mit Fachleuten über spannende Zeit- und Zukunftsfragen im Gespräch bleiben.

Vorstand wiedergewählt

Am 13.03.2015 fand die sechste Jahreshauptversammlung unseres Vereins in der Kaiserblickstubn Sachrang statt. Neben dem Tätigkeitsbericht der 1. Vorsitzenden, der Entlastung von Vorständen und Kassier und einem Ausblick auf zukünftige Aktivitäten fanden heuer auch wieder Neuwahlen statt. Diese wurden von unserem ersten Bürgermeister, Herrn Peter Solnar, geleitet.

Gewählt wurden: Lilo Trappmann, 1. Vorstand, Sebastian Pertl, 2. Vorstand, Klaus Ederle-Lerch, Kassier; Georg Antretter, Monika Pfaffinger, Inez Rattan und Georg Wagner als Beiräte. Als neu gewähltes fünftes Beiratsmitglied gehört zusätzlich ab sofort Florian Wiedmann dem Ausschuss an.

1. Kamingespräch mit Karl Stankiewitz

Von links nach rechts: Moderator Georg Antretter, Vorstand Lilo Trappmann, Journalist Karl Stankiewitz, Frau Stankiewitz, Hans Steinbichler
Von links nach rechts: Moderator Georg Antretter, Vorstand Lilo Trappmann, Journalist Karl Stankiewitz, Frau Stankiewitz, Hans Steinbichler

Serie "Kamingespräche"

 

Im November 2014 hatte der Verein zum ersten Mal zum "Kamingespräch"in die Kaiserblickstubn in Sachrang geladen. Gast war Karl Stankiewitz, passionierter Bergsteiger und Alpenkenner, der 55 Jahre lang als Reise- und Alpinjournalist für die Süddeutsche Zeitung  und zahlreiche weitere Zeitungen gearbeitet hat. Er veröffentlichte darüber hinaus wegweisende und kritische Bücher über Bayern und den Alpenraum. Dem Priental ist der Autor seit langem verbunden. Im Gespräch mit dem BR-Dokumentarfilmer Georg Antretter lernten die Anwesenden Facetten seines Berufslebens und seiner Schreibleidenschaft kennen. Unter dem Motto "Mit Zeitzeugen im Dialog über Zeit- und Zukunftsfragen" öffnete sich das Gespräch zur Diskussion mit den Zuhörern über das Naturschutzgebiet Geigelstein und die Zukunft des Prientals. Der Verein will die "Kamingespräche" fortsetzen mit Menschen, die für das Priental etwas bewirkt haben  bzw. derzeit etwas bewirken.

Lebendiges Sachrang e.V.
Dorfstraße 28
83229 Aschau im Chiemgau

info@lebendiges-sachrang.de
Tel.: 08057-1062